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Online-Hotelvertrieb & OTA Landschaft – aktuelle Analysen

Wie sieht der Online-Hotelvertrieb in der DACH Region gegenwärtig aus und wie entwickelt er sich? Diese Frage stellen sich viele Organisationen, Verbände, Hotels, Technologie Anbieter, Agenturen und Berater. Ein Mann hat die Antwort: Prof. Roland Schegg von der Fachhochschule Westschweiz Wallis.
 
    Die indirekten Buchungen nehmen in Österreich immer stärker zu, und wiederum fallen besonders die OTAs auf:
    •     OTA: 21,2%
    •     GDS: 0,8%

    Von den Nationalen Tourismusorganisation und Destinations Marketing Organisationen in der DACH Region bringen die Österreichischen Organisationen am meisten Buchungen. Jedoch ist der Wert mit 2,2% auch hier relativ nieder.

    Die klassischen Vertriebspartner sind für die Buchungen in Österreich deutlich wichtiger als jene in Deutschland und ungefähr gleich bedeutend wie in der Schweiz. Reisebüros, Kongressorganisatoren und Hotelketten generieren 10,2% der Buchungen. Die restlichen 1,6% kommen über sonstige Kanäle zustande.

    Die OTA Landschaft in der DACH Region

    Die aktuellen Zahlen von Prof. Schegg aus dem Jahr 2015 zeigen die Dominanz der drei Big Player unter den OTAs: Priceline, Expedia und HRS. Zu Priceline gehören unter anderem Booking.com und agoda, während z. B. ebookers venere.com und Hotels.com zu Expedia gehören. HRS mischt besonders mit HRS, tiscover und hotel.de im OTA Markt mit.

    In allen drei Ländern der DACH Region erreichen sie gemeinsam jeweils zwischen 89,5 – 94,2% des OTA Markts. In allen Ländern ist Priceline der mit Abstand größte Player im Markt:
    • Österreich 89,5%: Priceline 65,5% - HRS 12,8% - Expedia 11,2%
    • Schweiz 94,1%: Priceline 71,3% - HRS 8,6% - Expedia 14,2%
    • Deutschland 94,2%: Priceline 51,9% - HRS 36,4% - Expedia 5,9%

    Fazit: Die direkten Buchungen nehmen ab, der indirekte Vertrieb und damit die Kommissionen steigen.

    Hotel vs. OTA?
    Am Ende des Vortrags von Prof. Schegg gesellte sich Markus Gratzer, der Generalsekretär der Österreichischen Hotliervereinigung, auf die Bühne. Gratzer unterstreicht, dass die OTA für die Hotellerie ein wichtiger Partner sind. Gleichzeitig naschen sie jedoch vom Kuchen mit und die Kommissionen sind eher im Steigen als im Sinken.

    Der daraus folgende Kampf „Hotel vs. OTA“ wird von allen DACH Ländern unterschiedlich angegangen. In Deutschland geht das Kartellamt gegen die die Ratenparität vor, Schweiz setzt auf die nationale Buchung und Österreich wählt den „schau mer mal“-Ansatz.

    Prof. Schegg hat eine klare Meinung zu diesem Kampf. Hotels haben eine Chance, sie müssen jedoch hart an ihrer (e)Fitness arbeiten und einen echten Mehrwert für die Gäste schaffen. Als Beispiel nannte er die Aktion e-fitness Zermatt. Damit will Zermatt Tourismus gemeinsam mit den Hoteliers n den nächsten Jahren unterm Matterhorn die Spitze der digitalen Kommunikation erklimmen.

    Das e-fitness Programm in Zermatt besteht aus den folgenden vier Bereichen, die dynamisch ineinander greifen aber auch einzeln genutzt werden können:
    1. Check: Analyse der Ist-Situation
    2. Coach: Unabhängige und individuelle Beratung
    3. Training: Digitales Know-how stärken
    4. Challenge: Gelerntes und Erkanntes umsetzen

    Im Anschluss gaben weitere Redner mit Beispielen aus der Praxis Einblicke ins Thema Hotel vs. OTA. Einig waren sich die Redner in einem Punkt: Um Erfolg zu haben müssen die Hoteliers wieder den Customer Journey der Gäste kontrollieren!

    Über den Customer Journey wurde am Tourism Fast Forward viel gesprochen, klick hier und erfahre mehr.

     
     
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